Welche Lagen um Pforzheim dafür in Frage kommen
Pforzheim hat 15 Stadtteile und zwischen ihnen viel Fläche, die nie Bauland werden wird: die Hänge über den drei Tälern, die Gartengebiete zwischen letzter Bebauung und freiem Feld, die Waldränder nach Süden in Richtung Schwarzwald. Fast alle diese Flächen liegen entweder im Außenbereich oder in einem Gebiet, für das die Stadt eine eigene Satzung erlassen hat.
Der Unterschied ist für einen Käufer entscheidend, und man sieht ihn dem Grundstück nicht an. Eine Parzelle mit Hütte, Zaun und Obstbäumen kann in einem Gartengebiet mit klaren Regeln liegen oder im freien Außenbereich, in dem die Hütte seit Jahrzehnten nur geduldet ist. Beim Kauf übernimmt man diesen Zustand.
Pforzheim ist Stadtkreis, der Enzkreis umschließt die Stadt. Für denselben Vorgang sind deshalb je nach Belegenheit verschiedene Stellen zuständig, und das überrascht Eigentümer regelmäßig, deren Grundstück einen Kilometer hinter der Stadtgrenze liegt. Wir sagen Ihnen vorher, welche Stelle es in Ihrem Fall ist.
Grundstücke dieser Art liegen selten auf Pforzheimer Stadtgebiet, sondern meist im umgebenden Enzkreis, etwa in Ötisheim, Mühlacker und Sternenfels. Was davon gerade frei ist, steht oben auf dieser Seite und unter unseren Angeboten in der Region. Ist nichts dabei, hinterlegen Sie einen Suchauftrag: Dann melden wir uns, sobald ein passendes Grundstück hereinkommt, und das ist bei diesen Objekten der übliche Weg, weil sie selten lange im Markt sind.
Vermittelt haben wir solche Grundstücke in der Region mehrfach. In den Rückmeldungen unserer Auftraggeber stehen unter anderem ein Freizeitgrundstück in Ersingen bei Kämpfelbach und Bauerwartungsland im Pfinztal, jeweils mit dem Objekt, um das es ging.
Erst klären, wer zuständig ist
Pforzheim ist Stadtkreis, und der Enzkreis umschließt die Stadt. Für ein Grundstück einen Kilometer hinter der Stadtgrenze ist deshalb eine andere Behörde zuständig als für eines im Stadtgebiet, und das überrascht Eigentümer regelmäßig. Bevor irgendeine Frage zum Bauen oder zum Verkauf beantwortet werden kann, muss also feststehen, auf welcher Seite dieser Grenze die Fläche liegt. Wir sagen Ihnen das vorab.
Steht das fest, geht es um die planungsrechtliche Einordnung. In den Gartengebieten am Pforzheimer Stadtrand ist das in der Regel eine Satzung der Stadt: Sie bestimmt, was auf den Parzellen gebaut, gepflanzt und abgestellt werden darf, und sie ist von Gebiet zu Gebiet verschieden.
Hat die Stadt ein Sondergebiet für Erholung nach § 10 BauNVO festgesetzt, etwa ein Wochenendhausgebiet, sind dort Wochenendhäuser als Einzelhäuser zulässig. Die zulässige Grundfläche steht im Bebauungsplan.
Liegt die Fläche weiter draußen, an den Hängen über dem Würm-, Nagold- oder Enztal, ist sie meist Außenbereich nach § 35 BauGB. Dort gibt es keinen Bebauungsplan, und zulässig ist nur, was privilegiert ist, etwa ein landwirtschaftlicher Betrieb. Ein Gartenhaus zählt nicht dazu.
Man sieht einem Grundstück diese Einordnung nicht an. Eine Parzelle mit Hütte, Zaun und Obstbäumen kann in einem geregelten Gartengebiet liegen oder im freien Außenbereich, wo die Hütte seit Jahrzehnten nur geduldet ist. Beim Kauf übernimmt man diesen Zustand mit, deshalb gehört die Auskunft ins Exposé und nicht in die Zeit nach dem Notartermin.
Die Genehmigungsfrage beim Bauen
Für kleine Gebäude verlangt die Landesbauordnung Baden-Württemberg keine Baugenehmigung, wenn sie ohne Aufenthaltsräume, ohne Toilette und ohne Feuerstätte bleiben und nicht Verkaufs- oder Ausstellungszwecken dienen. Im Baugebiet reicht das bis 40 Kubikmeter Brutto-Rauminhalt, im Außenbereich nur bis 20 Kubikmeter. Nachzulesen im Anhang 1 zu § 50 Abs. 1 der Landesbauordnung, dessen Zählung 2025 neu gefasst und dessen Gesetz 2026 noch einmal geändert wurde.
Diese Zahlen sind jedoch nicht die Antwort auf die Frage, ob gebaut werden darf. § 50 Abs. 5 der Landesbauordnung stellt klar, dass ein verfahrensfreies Vorhaben allen öffentlich-rechtlichen Vorschriften genauso entsprechen muss wie ein genehmigungspflichtiges. Verfahrensfrei ist damit nicht gleich zulässig: Ein Gartenhaus im Außenbereich bleibt unzulässig, auch wenn es klein genug für die Freistellung wäre.
Zusätzlich darf eine Gemeinde durch Satzung ein Kenntnisgabeverfahren auch für verfahrensfreie Vorhaben vorschreiben. Fragen Sie deshalb vor dem Kauf bei der unteren Baurechtsbehörde nach, was auf dem konkreten Flurstück zulässig ist. Nur diese Auskunft ist verbindlich.
Wohnen: warum es dort nicht geht
Die häufigste Enttäuschung entsteht aus der Annahme, ein eigenes Grundstück sei auch ein möglicher Wohnort. Ein Sondergebiet nach § 10 BauNVO ist der Erholung gewidmet, und ein dauerhafter Wohnsitz passt nicht zu dieser Zweckbestimmung. Im Außenbereich ist ein Wohnhaus ohnehin regelmäßig unzulässig. Verbindlich beurteilt das allein die untere Baurechtsbehörde.
Hinzu kommen die praktischen Folgen: in der Regel keine Hausnummer, kein Anschluss an Wasser, Strom und Kanal, kein Winterdienst auf dem Zufahrtsweg. Für ein Wohnhaus braucht es ein Baugrundstück; die führen wir ebenfalls, und die freien stehen oben auf dieser Seite.
Wald, Wiese, Acker: die Genehmigung beim Verkauf
Waldparzellen am Rand des Nordschwarzwalds und Streuobstwiesen Richtung Heckengäu sind rechtlich forst- oder landwirtschaftliche Flächen, und deren Verkauf ist ab einer bestimmten Größe genehmigungspflichtig. Maßgeblich ist in Baden-Württemberg das Agrarstrukturverbesserungsgesetz, das hier an die Stelle des Grundstückverkehrsgesetzes getreten ist. Erfasst sind Flächen ab einem Hektar, bei Weinbau und gartenbaulicher Erzeugung bereits ab einem halben Hektar, sowie jedes Grundstück mit einer Hofstelle oder einem Wirtschaftsgebäude.
Dabei zählen zusammenhängende Flächen desselben Verkäufers zusammengerechnet, auch über einen Weg oder Graben hinweg. Und die maßgebliche Größe hängt vom Landkreis ab, sie ist nicht landesweit gleich. Zuständig ist die untere Landwirtschaftsbehörde: für Flächen auf Pforzheimer Stadtgebiet die Stadtverwaltung, für Flächen im Enzkreis das Landwirtschaftsamt des Landratsamts in der Stuttgarter Straße 23.
Ein Hindernis ist das nicht. Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn die Veräußerung die Verteilung des Bodens agrarstrukturell verschlechtert. Sie kostet Zeit, und wir planen sie deshalb von Beginn an ein.
Die Rechnung beim Kauf
Grunderwerbsteuer: 5,0 Prozent des Kaufpreises in Baden-Württemberg. Notar und Grundbuchamt: Der Vertrag ist notariell zu beurkunden, auch bei 7.500 Euro Kaufpreis, und hier liegt die Besonderheit kleiner Objekte. Weil Mindestgebühren gelten, machen die Nebenkosten bei einem günstigen Grundstück anteilig viel mehr aus als bei einem Haus.
Nicht anfallen zwei Dinge, die man vom Hauskauf kennt. Ein Energieausweis ist nicht nötig, denn die Pflichtangaben nach § 87 Gebäudemodernisierungsgesetz setzen ein Gebäude voraus; für eine unbebaute Fläche gibt es sie nicht. Und eine Erschließung ist in der Regel nicht vorhanden: Wasser, Strom und Kanal fehlen, und im Außenbereich bleibt ein nachträglicher Anschluss die Ausnahme.
Prüfen sollten Sie die Zufahrt. Steht im Grundbuch ein Wegerecht, oder führt der Weg über fremden Boden? Bei Parzellen, die seit Generationen in Familienbesitz sind, wurde das oft nie geregelt.
Für Eigentümer, die verkaufen möchten
Typischer Ausgangspunkt: eine geerbte Fläche, eine Stunde Fahrt entfernt, seit Jahren nicht betreten. Grundsteuer und Pflege laufen weiter, Ertrag gibt es keinen, und der mögliche Verkaufspreis wirkt zu niedrig, um die Mühe zu lohnen.
Unser Vorgehen unterscheidet sich vom Hausverkauf nur im Material: ein Lageplan aus den amtlichen Daten des Landesamts für Geoinformation mit der wirklichen Flurstücksfläche, Luftbilder aus der Drohne, ein kurzer Film, ein Rundschreiben an die angrenzenden Grundstücke und die Vorlage in unserer Käuferkartei. Beim Rundschreiben liegt der größte Hebel, weil der wahrscheinlichste Käufer meist direkt daneben wohnt.
Achten Sie auf die Flächenangabe. Grundbuch und amtliches Liegenschaftskataster stimmen bei alten Parzellen oft nicht überein, weil Grenzen später neu vermessen wurden. Wir nennen beide Werte, nicht den höheren.
Steuerlich gilt die Zehnjahresfrist des § 23 EStG auch für Grundstücke. Die Befreiung für selbstgenutztes Wohneigentum greift bei einer Fläche ohne Wohnung regelmäßig nicht. Die Berechnung für Ihren Fall macht Ihr Steuerberater; eine Steuerberatung dürfen wir nicht erbringen und tun es nicht.
Was Kunden über uns sagen
Gesamtpaket an qualifizierten Leistungen von Herrn StumppAuf Fachleute wie Herrn Stumpp wird auch trotz immer weiter fortschreitender Digitalisierung in der Immobilienbranche kein Kunde, der weiß, was auf dem Spiel steht, verzichten wollen. Als Immobilienprofi und Investor weiß ich das Gesamtpaket an qualifizierten Leistungen von Herrn Stumpp deshalb um so mehr zu schätzen. Gerade wenn es schwierig wird, schlägt die Stunde von kompetenten Immobilienexperten, die mit dem Kunden auf Augenhöhe agieren.
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Diese Stimmen haben Kundinnen und Kunden von iMMo75 selbst abgegeben. Sie stehen im Original auf immo75.de, wir geben sie unverändert wieder und nennen zu jeder das Objekt, um das es ging. Eine Prüfung durch einen unabhängigen Bewertungsdienst findet nicht statt.
